Sauerstoff im Flugzeug

Das Mitführen von Flüssigsauerstoff wird in Flugzeugen grundsätzlich nicht gestattet.

Unsere Versorgung basiert auf Sauerstoff aus Druckflaschen in Verbindung mit einem zugelassenen Sparsystem. Dies erscheint uns für Flüge in die Türkei (und ähnlich lange Flüge) zur Zeit in den allermeisten Fällen als die sicherste und preiswerteste Flugversorgung.
Die Verwendung eines mobilen Konzentrators ist bei den meisten Airlines nach Anmeldung ebenfalls möglich. Sinnvoll ist dies insbesondere dann, wenn dessen Nutzung in der Türkei, z.B. aufgrund hoher Mobilität, gewünscht ist.
Voraussetzung ist aber immer eine sorgfältige Prüfung durch den Lungenfacharzt und ein ärztliches Attest über die Flugtauglichkeit und die Notwendigkeit einer Sauerstoffversorgung. Da die Sparsysteme, wie auch die meisten mobilen Konzentratoren atemzuggesteuert arbeiten, sollte auch die Eignung eines solchen Spendersystems vom Facharzt geprüft werden.

In einigen, im Jahr 2015 herausgegebenen Patientenzeitschriften und -Broschüren wird angeführt, während der Start- und Landephase sei eine Sauerstoffversorgung nicht möglich. Dies mag in Einzelfällen vorgekommen sein, uns ist aber in den 10 Jahren unseres Bestehens kein Fall bekannt geworden, wo auf einem Türkeiflug das Spendersystem der Flugversorgung abgeschaltet werden musste. Dies weder bei uns selbst noch bei einem unserer Kunden.
Da von den Airlines ohnehin nur von der amerikanischen Flugaufsichtsbehörde FAA (Federal Aviation Administration) zugelassene, funkentstörte Sauerstoffkonzentratoren und Sparventile genehmigt werden, trifft auf diese Geräte die Ansage der Flugbegleiter, bei Start und Landung die Handy, Laptops und andere elektrische Verbraucher seien abzuschalten, nicht zu.

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Türkei Südküste

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Ein Beispiel Reisen an die Südküste der Achim_Pisternick kTürkei

Im Gespräch mit Achim Pisternick, der zusammen mit Gitta PlösserMangold als Reiseinfo-Türkei GbR die Sauerstoffversorgung während der Flüge und am Urlaubsort an der türkischen Riviera anbietet. Was hat Sie dazu bewogen, einen Service für Reisende mit einer Sauerstoff-Langzeittherapie in der Türkei anzubieten? Ich bin selbst betroffen, d. h. sauerstoffpflichtig seit 2004. Die Türkei mit ihrer Vielzahl an antiken Stätten ist seit vielen Jahren mein Lieblingsreiseland. Als ich damals die Diagnose COPD erhielt und sauerstoffpflichtig wurde, sah es anfangs so aus, als könne ich nie wieder in die Türkei, denn es hieß von Seiten meines Sauerstoffversorgers, in der Türkei sei diese nicht möglich. Zum Glück konnte ich mit Hilfe ortsansässiger Freunde meine Sauerstoffversorgung sicherstellen und so die Türkei erneut bereisen. Meine Erfahrungen erzählte ich in einem Türkeiforum und wurde daraufhin von Teilnehmern angefragt, die um konkrete Hilfestellungen baten, um eine ähnliche Reise unternehmen zu können. Dieses Interesse motivierte mich, in den darauffolgenden Jahren mit fachmännischer Unterstützung eine zuverlässige Sauerstoffversorgung für Urlauber an der türkischen Riviera aufzubauen. Eine Türkeireise ist in der Regel mit einer Anreise per Flugzeug verbunden. Was muss hierbei beachtet werden? Welche Tipps und Erfahrungen können Sie Reisenden weitergeben? Vor der Buchung einer Urlaubsreise, insbesondere einer Flugreise, ist ein Gespräch mit dem Lungenarzt unerlässlich. Dieser wird entscheiden, ob ein Auslandsaufenthalt grundsätzlich zu befürworten ist. Weiterhin wird er feststellen, ob eine Flugtauglichkeit besteht und ob der Patient mit oder ohne zusätzlichen Sauerstoff fliegen kann. Wichtig ist wohl für viele sauerstoffpflichtige Interessenten: Keine Airline der Welt akzeptiert Flüssigsauerstoff an Bord! Verallgemeinernd kann man sagen, dass Patienten, die auf einen kontinuierlichen Flow angewiesen sind – d. h. einen kontinuierlichen Sauerstofffluss benötigen und nicht mit einer atemzuggesteuerten Versorgung – also mit einem Sauerstoff-Sparsystem bzw. Demandsystem versorgt werden können – eingeschränkte Möglichkeiten haben, eine Flugreise von 3 bis 3,5 Stunden Dauer durchzuführen. Fast alle Airlines, die speziell die Türkei anfliegen, gestatten während der Flüge die Nutzung von 2-Liter Druckgasflaschen in Verbindung mit einem Sparventil in der Kabine. Ebenso die Nutzung jeweils genau bezeichneter mobiler Sauerstoffkonzentratoren. Diese Geräte sind in der Regel atemzuggesteuert, eine Demandfähigkeit ist also notwendig und muss vom Lungenfacharzt getestet werden. Unerlässlich ist in jedem Fall, die Nutzung von zusätzlichem Sauerstoff während des Fluges in der Kabine bei der jeweiligen Airline rechtzeitig anzumelden und sich schriftlich genehmigen zu lassen. Dazu sind die genaue Bezeichnung des Spendersystems und eine ärztliche Bescheinigung über die Flugtauglichkeit notwendig. Die Prozedur ist von Airline zu Airline unterschiedlich. Während etliche Fluggesellschaften die Genehmigung recht unkompliziert geben, braucht man bei anderen einiges an Geduld und Nerven. Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass im Flugzeug eine Sauerstoffversorgung über das bordeigene System der Sauerstoffmasken hergestellt werden könne. Dieses System ist im Falle eines Druckabfalls für sämtliche Fluggäste ausgelegt und arbeitet völlig automatisch – kann also nicht individuell an Einzelplätzen gesteuert werden. Was sollte bei Ausflügen und Aktivitäten vor Ort bedacht werden? Für Tagesausflüge oder sonstige Aktivitäten vor Ort gelten die gleichen Regeln, wie bei Tagesausflügen zu Hause. Voraussetzung ist, sofern notwendig, das Vorhandensein einer geeigneten Mobilversorgung. Ein Beispiel Reisen an die Südküste der Türkei 1 I 2015 COPD in Deutschland 43 COPD2015A34_Layout 1 02.03.2015 14:45 Seite 43 Aus der Eigenverantwortung können Reisende niemals entlassen werden. Im Hinblick auf eine Langzeit-Sauerstofftherapie ist z. B. immer für einen ausreichenden Akkuladezustand des mobilen Konzentrators oder ggf. den ausreichenden Füllstand der Druckgasflasche zu sorgen. Was ist Ihnen – über das bereits formulierte – hinaus besonders wichtig, Reisenden mit Sauerstoff mit „auf den Weg“ zu geben? Während der Aufenthalt im Hotel normalerweise problemlos abläuft, bedeutet doch das Procedere an den Flughäfen für viele Patienten eine Herausforderung. Oft weiß das Personal am Check-in-Schalter nicht mit der Tatsache „Sauerstoff in der Kabine“ umzugehen. Dann wird eine Aufsichtsperson gerufen, die noch einmal abklären wird, ob alles seine Richtigkeit hat. Leicht gesagt aber dennoch zweckmäßig ist hier: Bleiben Sie ruhig! Ich habe in all den Jahren noch nicht erlebt, dass einem sauerstoffpflichtigen Fluggast, der die Notwendigkeit einer Sauerstoffversorgung an Bord während der Flüge beantragt und genehmigt bekommen hat, die Mitnahme verweigert wurde. Die (kostenlose) Buchung einer entsprechenden (Geh-) behinderten-Option kann sinnvoll sein. Das Reisebüro wird hierfür alles Nö- tige veranlassen. Das Reiseland Türkei ist bei den bisherigen Fragen noch nicht in den Fokus gerückt. Was ist in Ihren Augen das Besondere an der türkischen Riviera? Die Türkei ist, vor allem in den touristisch erschlossenen Gebieten an der türkischen Riviera, kein Entwicklungsland. Das Besondere an der türkischen Riviera ist einmal das Klima mit bis zu 250 Sonnentagen, saubere Luft, das für uns äußerst günstige Preis-Leistungs-Verhältnis und das große Angebot an guten bis sehr guten Hotels. Weiter bieten die türkische Riviera und die angrenzende lykische Küste eine reiche Vielfalt an Sehenswürdigkeiten, historischen Stätten und insbesondere im Bereich des Touristenzentrums Side feinsandige Strände. Weiterlesen in der Patientenzeitschrift COPD in Deutschland (PDF).

 

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Reisen mit Sauerstoff

Bis vor wenigen Jahren war es noch schwer vorstellbar, dass COPD-Patienten, die sich einer Langzeit-Sauerstofftherapie unterziehen müssen, überhaupt reisen können.

Durch die Entwicklung der mobilen und tragbaren Geräte zur Sauerstoffversorgung ist Reisen für viele Betroffene erst möglich bzw. deutlich erleichtert worden. Parallel zur Technik hat sich zudem die professionelle Unterstützung der Herstellerfirmen und der Sauerstofflieferanten ebenfalls weiterentwickelt. Serviceleistungen werden nicht nur deutschlandweit sondern oftmals auch international angeboten.

Um die gewonnene Mobilität möglichst unbeschwert genießen zu können, ist eine ausführliche Planung und vor allem rechtzeitige Organisation unbedingt notwendig. Grundvoraussetzung für jede Reise ist natürlich das individuelle körperliche Leistungsvermögen. Vor jeder Reisebuchung sind daher ein Beratungsgespräch sowie eine eingehende Untersuchung des aktuellen Gesundheitsstatus durch den behandelnden Lungenfacharzt erforderlich. Dies gilt vor allem für geplante Reisen mit dem Flugzeug und dem Schiff. Gibt der Pneumologe „grünes Licht“ kann die Detailplanung beginnen. Was ist bei der Auswahl des Reiseziels zu bedenken? Was ist bei der Versorgung am Urlaubsort zu beachten? Was sollte man unbedingt auf eine Reise mitnehmen? Was ist bei einer Reise mit Auto, Schiff, Bahn oder Flugzeug notwendig und zu beachten? Welche Maßnahmen können für einen eventuellen Notfall während der Reise vorbeugend getroffen werden? Was ist wichtig in Bezug auf geplante Aktivitäten vor Ort? Auf diese, wie auch viele weitere Fragen wird der Ratgeber eingehen. Wir möchten Sie bereits bei den ersten Überlegungen für eine Reise, wie auch bei der praktischen Planung unterstützen, indem wir Ihnen mögliche Ansatzpunkte aufzeigen. Nutzen Sie den Ratgeber als eine Hilfestellung. Je besser Sie die Reise planen, Eventualitäten durchdenken und mögliche Fehlerquellen ausschließen, umso entspannter können Sie den Urlaub antreten und erleben. Patienten-Bibliothek gemeinnützige GmbH